Der neueste Spross der Canon EF Objektivfamilie, das 50mm 1:1.8 STM ist eingetroffen und bereit, sich mit seinem Vorgänger (Canon EF 50mm 1:18 II, im Bild links) zu messen.
Meine ersten Eindrücke:
Das neue Objektiv ist minimal kleiner als das alte, aber etwas schwerer und: es hat ein Metall-Bajonett! Die Verarbeitung ist hochwertig, wie von Canon gewohnt – da klappert nichts. Das schlichte Kunststoffgehäuse ist matt, nur am Übergang zum Fokussier-Ring glänzt es. Das Filtergewinde ist mit 49mm Durchmesser etwas kleiner geworden (altes Modell: 52 mm). Im Vergleich zum Vorgänger mit einer etwas umständlichen zweiteiligen „Konstruktion“ bei der Gegenlichtblende gibt es eine wichtige Verbesserung: das 2015er Modell verfügt über ein Außengewinde, wie man es auch von anderen Canon-Objektiven kennt. Die passende Gegenlichtblende von Canon lautet auf den Namen ES-68.
Weitere Neuerung: Die Naheinstellgrenze konnte von 45 auf 35 cm reduziert werden.
Hier noch ein paar Bilder vom neuen 50er, mit einem iPhone aufgenommen. In Teil 2 des Tests werde ich das Objektiv einem Praxistest unterziehen und ein paar Vergleichs-Shots machen.
Heute hat Canon die EOS M3 vorgestellt. Sie kommt in einem neuen Gewand und bringt folgende Verbesserungen mit sich:
– Sensor mit 24 Megapixeln
– 6-fach schnellerer Autofocus als das Vorgängermodell
– Klappbares Display
– Integrierter Blitz
– Optionaler elektronischer Sucher
– Wählrad auf der Oberseite
– Besser geformter Handgriff.
Hier geht’s zur Präsentation des neuen Schmuckstücks: http://www.canon.de/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_SLR/EOS_M3/index.aspx
Wie in meinem ersten Blogpost beschrieben, bin ich in die Ära der digitalen Fotoapparate mit Kompaktkameras eingestiegen – in den ersten Jahren ist die Entwicklung ohnehin noch mit großen Schritten vorangegangen und eine Investition in teure Kameras wäre als Hobby mit geringem Budget nicht sehr nachhaltig gewesen.
Trotzdem, irgendwann reicht einem die Qualität einer Kompaktkamera nicht mehr, und zwar spätestens dann, wenn man mal die Schärfe der Fotos mit denen einer Digitalkamera mit einem großen Bildsensor verglichen hat.
Aufnahme eines 15 mm großen Wappens mit einer Canon EOS M, Blende 8, Sensorgröße 22,2×14,8mm
Aufnahme desselben Wappens mit einer Canon Powershot SX 200 IS, ebenfalls Blende 8, Sensorgröße ca. 6×4,5mm
Die beiden Vergleichsbilder zeigen den Effekt gut auf. Das rechte Bild, mit einer Kompaktkamera von 2009 aufgenommen, ist schon relativ scharf, aber im direkten Vergleich mit der Aufnahme einer Canon EOS M fehlt es ihr deutlich an Detail und Schärfe. Das machen nicht nur der Altersunterschied und die Nebensächlichkeit, dass die Bildauflösung der EOS 18 Megapixel und die der Powershot nur 12 Megapixel beträgt, sondern vor allem die Tatsache, dass der Bildsensor der EOS etwa zehn Mal größer ist!
Zu Filmzeiten hatte jede Fotokamera im Kleinbildformat – wie der Name schon sagt – Filme im Kleinbildformat, nämlich 24 x 36 mm. Bei heutigen Smartphone- und Digitalkamera-Chips ist der Chip noch nicht einmal so groß wie der Fingernagel des kleinen Fingers. Nur noch Profikameras mit einer vierstelligen Zahl auf dem Preisschild verfügen über einen Sensor im Kleinbildformat, heute Vollformat genannt.
In folgender Schaugrafik sind die Sensorgrößen heutiger Digitalkameras schön dargestellt: http://de.wikipedia.org/wiki/Bildsensor#mediaviewer/File:Sensorformate.svg
So bin ich also wieder bei einer „richtigen“ Kamera gelandet. Mein Hobby-Equipment besteht aus einer Canon EOS M mit derzeit drei Objektiven, einem Blitz und einem Ministativ, passend zur Größe der restlichen Komponenten.
Ich habe mir diese Kamera im Sommer 2013 zugelegt, nachdem ich über den stolzen Preisverfall von über 50% gestaunt hatte. Dieser geht hauptsächlich auf das Konto des vielfach bemängelten Autofokus. Canon hat hier mit einem Firmware-Update nachgebessert, so dass die automatische Scharfstellung jetzt schneller als bei Kompaktkameras, aber nicht auf demselben Niveau wie von den Spiegelreflexkameras gewöhnt, ist.
Für mich ist das verschmerzbar, und für den Preis von 300-350,- € erhält man eine sehr hochwertig verarbeitete Kamera mit einem ebenso hochwertig verarbeiteten Kit-Objektiv (EF-M 18-55 mm 1:3,5-5,6 IS STM) und sogar den EX-90 Systemblitz. Es gibt für die EOS M außerdem einen Adapter, um die riesige Auswahl an Canon EF- und EF-S-Objektiven an der EOS M nutzen zu können. Das sollte die Entscheidung zugunsten der insgesamt gut gelungenen ersten Systemkamera von Canon erleichtern.